Selten machen wir uns so viele Gedanken über unsere Hände wie während einer Präsentation. Oder fragen Sie sich im Alltag regelmäßig, was Sie mit Ihren Armen und Händen anstellen sollen? Sie sind einfach da und werden von unserem Kopf sinnvoll gesteuert. Doch sobald wir vor anderen stehen, kreisen unsere Gedanken um diese Frage.

Da der Erfolg Ihrer Präsentation zu einem Großteil von Ihrer Körpersprache abhängt ist der Einsatz Ihrer Hände von erheblicher Bedeutung.

Die wichtigsten Regeln

  1. Halten Sie nichts in Ihren Händen, was Sie nicht wirklich benutzen
  2. Gegenstände in der Hand geben keine Sicherheit sondern
    1. behindern massiv Ihre Gestik
    2. werden zum Spielzeug
    3. lenken Ihre Zuhörer ab
  3. Hände gehören niemals in die Hosentaschen. Weder eine alleine noch beide gleichzeitig. Keine. (Warum? Das lesen Sie weiter unten auf der Seite)
  4. Ringe sind kein Spielzeug und werden während des Vortags nicht gedreht, auf- oder abgezogen.

Unsere Hinweise gelten grundsätzlich für alle Präsentatoren. Wenn Sie sehr geübt sind, dann können Sie als Stilmittel auch einmal bewusst gegen diese Regeln verstossen. Das setzt jedoch viel Erfahrung voraus.
Als ungeübter, etwas verunsicherter und aufgeregter Präsentator sind all Ihre Sinne so sehr damit beschäftigt, heil Ihren Termin zu überstehen, dass Sie keine Ahnung haben, was Sie z.B. mit einem in Ihren Händen befindlichen Stift tatsächlich machen. Ihre Wahrnehmung ist überfordert. Also machen Sie sich Ihr Leben leichter und halten Sie sich an die Regeln.

Gestik

  • Geben Sie Ihren Händen die Freiheit, sich selbst zu bewegen. Viele Menschen haben Angst „herumzufuchteln“. Diese Angst ist in 99,9% aller Fälle unbegründet.
  • Mit beiden Händen ausgeführte Gesten wirken am besten – und entsprechen dem natürlichen Verhalten unserer Gestik.
  • Arme werden weder vor noch hinter dem Körper verschränkt.

Handhaltungen

  • Halten Sie beide Hände stets oberhalb der Gürtellinie
  • Zum „Parken“ eignen sich die Positionen:
    • Hände ineinanderlegen
    • Hände leicht falten (nicht beten)
    • Fingerspitzen leicht aneinanderlegen

Regeln brechen

Natürlich kann jemand auch überzeugend sein, wenn er die Hand in einer Hosentasche hat. Aber nur dann, wenn er dies unter Kontrolle hat, er nicht in der Tasche herumspielt und mit einer ordentlichen Portion Charisma und Selbstvertrauen auf die Bühne geht, ohne überheblich zu wirken.

Fragen Sie 10 Menschen, wie diese einen Redner mit Hand in der Hosentasche beurteilen. Manche werden es lässig, andere überheblich bewerten. Denn dieses Verhalten wird bewertet.

Vermeiden Sie es, Ihre Nachricht durch Ihre Handhaltung negativ zu beeinflussen. Beeindrucken Sie lieber durch eine natürliche Gestik und Sie werden erfolgreich sein.

Was unsere Seminarteilnehmer immer wieder erleben

In unseren exklusiven Präsentationsseminaren erleben die Teilnehmer so manche  Überraschung. Über sich selbst. Was regelmäßig passiert:

  • 3 Flipchartstifte (offen!) befinden sich in der Hand, man steht vor dem Flipchart und sucht verzweifelt nach einem Stift.
  • Mit Kugelschreiber „klickern“ (Miene ein- und ausfahren) – je angespannter umso schneller.
  • Zettel zum Zerreißen gespannt zwischen beiden Händen gehalten.
  • Mit Stift auf Zuhörer deuten und herumfuchteln.
  • Hand in der Hosentasche spielt mit Schlüsseln, etc. herum.

All dies passiert für den Vortragenden völlig unbewusst – er weiß davon nichts und ist amüsiert, wenn er sich selbst anschließend auf Video betrachtet.

Die Zuhörer des Vortrags achten jedoch irgendwann nur noch auf diese Dinge und fragen sich, wann die Krawatte den ersten Farbtupfer durch einen Stift bekommt, der Schlüssel aus der Tasche fällt oder das Papier zerreißt. Das schlechte daran ist, dass die Zuhörer in dem Moment nicht mehr zuhören.

Nehmen Sie sich die Tipps zu Herzen – es wird Ihrer Wirkung gut tun und Sie sicherer machen. Üben Sie einfach einmal vor einem Spiegel Ihre Präsentation. Dann sehen Sie auch, was Ihre Hände so anstellen.

Hinweis: Falls Sie glauben, Sie "fuchteln herum", dann fragen Sie ein paar Kollegen oder Freunde, ob dem so ist und ob dies negativ wirkt. Vermutlich wird man Ihnen sagen, dass alles in bester Ordnung ist.

 

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