748083829_e5799e43d4_oKennen Sie eines der Hauptmerkmale von Steve Jobs' Präsentationen und einen der Gründe für den Erfolg seiner Vorträge?

Er wechselte alle paar Minuten das Medium, lies einen Gast auftreten, zeigte einen kurzen Video-Clip oder führte ein Produkt vor. Warum er das tat? Weil die Aufmerksamkeitsspanne von Menschen sehr begrenzt ist. Im Zeitalter von Youtube-Videoclips ist sie weiter geschrumpft, auf nur noch wenige Minuten. Ein Grund dafür, bei der Nutzung von PowerPoint darauf zu achten, wie viele Folien man überhaupt in einer Präsentation unterbringen kann.

Sobald Sie länger als 10 Minuten zu sprechen haben, planen Sie den Wechsel von Medien mit ein. Das ist gar nicht so schwierig oder aufwändig, wie es sich anhören mag und das zeigen folgende Beispiele:

  1. Schalten Sie bei Vortragsteilen, zu denen es keine neue Folie gibt, den Projektor dunkel (Bei Powerpoint geht dies über die Taste „B“ zum Aus-/Einblenden) – denn dann wandern die Augen der Zuhörer unweigerlich zu Ihnen.
  2. Planen Sie die Verwendung des Flipcharts aktiv mit ein und schalten Sie den Projektor dunkel, während Sie mit dem Flipchart arbeiten. Vermeiden Sie dabei diese 10 Hauptfehler bei der Flipchart-Nutzung und sehen Sie sich unser Video mit Flipchart-Tipps an.
  3. Benutzen Sie Demo-Objekte oder Prototypen. Zeigen Sie an den Objekten was Ihnen wichtig ist und geben Sie den Teilnehmern Gelegenheit diese anzufassen.
    Je nach Objekt ist es allerdings sinnvoll, dies erst nach dem Vortrag zu tun. Sonst sind Ihre Zuhörer so sehr mit der Objektbetrachtung beschäftigt und diskutieren untereinander, dass sie Ihnen nicht mehr zuhören können.
    In einem solchen Fall zeigen Sie das Objekt während des Vortrags und geben danach den Teilnehmern die Gelegenheit näher zu kommen. Das steigert die Spannung - so wie an Weihnachten.
  4. Sind Sie in der Software-Branche tätig, dann zeigen Sie ein Demo-System live. Vermeiden Sie aber den Fehler, erst 30 Minuten Powerpoint zu zeigen und dann 45 Minuten System. Wechseln Sie auch hier immer wieder ab.
  5. Verwenden Sie Video-Clips, die Sie vorbereitet haben. Das können Berichte, Filmausschnitte (Copyright beachten), selbst gedrehte Filme oder Kundenstimmen sein.
  6. Wechseln Sie sich mit einem Kollegen ab. Vermeiden Sie aber gestellte Dialoge sondern teilen Sie den Vortrag logisch und thematisch auf.
  7. Vermeiden Sie wenn möglich die Nutzung von PowerPoint oder anderer Präsentationssoftware oder reduzieren Sie den Einsatz auf das absolute Minimum. PowerPoint Folien werden für jeden Mist eingesetzt und dabei geht der wirkliche Inhalt verloren. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche - und das können Sie gerne mit einer Folie unterstützen.

Ideal ist es, wenn Sie spätestens nach 10 – 15 Minuten einen Wechsel vollziehen können.

Das hält die Aufmerksamkeit hoch, lässt die Zeit schneller vergehen, gibt Ihnen selbst mehr Abwechslung und sorgt dafür, dass Ihre Zuhörer Ihren Beitrag besser in Erinnerung behalten. Lesen Sie zu diesem Thema auch unsere Artikel Aufmerksame Zuhörer und Al Pacino-Methode.

Tipp: Wenn es möglich ist, Ihre Teilnehmer etwas aktiv tun zu lassen, dann machen Sie es! Denn schon Konfuzius wusste:

Sage es mir und ich vergesse es;
zeige es mir und ich erinnere mich;
lass es mich tun und ich verstehe es

Dies beweisen selbst aktuellste Forschungen über das Lernen von Menschen.

Bringen Sie Abwechslung in Ihren Vortrag durch spannende Inhalte und den Wechsel des Mediums. Ihre Zuhörer danken es Ihnen und es wird Ihnen viel mehr Spaß machen, als 60 Minuten vor sich hin zu beten.

 

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