Können Sie sich vorstellen, dass Sebastian Vettel auf Startplatz 1 zu Beginn des Rennens erst einmal langsam und gemütlich beginnt? Eher nicht.

Gut-gestartet-640Denn er hat nur eines im Sinn: Einen optimalen Start hinlegen. Damit dieser auch klappt, hat er neben einem exzellenten Auto auch seine Reaktion auf die Startampel und das optimale Beschleunigen unzählige Male geübt.

Kommen wir zu Ihnen: Wie beginnen Sie Ihre Präsentationen? Lassen Sie es gemütlich anlaufen, begrüßen ganz artig alle Teilnehmer und stolpern durch die ersten Sätze, während Sie sich überlegen, wie Sie nun zu Ihren eigentlichen Themen kommen?

Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck“, das gilt bei Präsentationen genauso wie im normalen Leben.

Der durchschnittliche Teilnehmer einer Besprechung oder einer Präsentationsveranstaltung hat meist ganz andere Dinge im Kopf, beschäftigt sich noch mit dem letzten Meeting oder fragt sich, warum er eigentlich jetzt vor Ihnen sitzt. Deswegen gilt es, ihm gleich zu Beginn klar zu machen, wie wichtig Ihre Ausführungen sein werden.

Ihre wichtigste Aufgabe zu Beginn einer Präsentation ist vergleichbar mit Sebastian Vettel: Legen Sie einen fulminanten Start hin, der dafür sorgt, dass sämtliche Aufmerksamkeit zu 100% bei Ihnen ist. Spätestens nach dem dritten Satz muss das Publikum an Ihren Lippen hängen.

Mit unserem Online-Video-Training "Präsentationen - Meisterklasse" nutzen Sie die Tricks der Profis, um von der ersten Sekunde an überzeugend zu präsentieren und Ihre Zuhörer in Ihren Bann zu ziehen.
Der gute Start ist der erste Schritt, die richtigen Inhalte überzeugend und ohne Nervosität zu präsentieren der zweite Schritt zu Ihrem persönlichen Erfolg!

Das gelingt Ihnen mit folgenden drei Dingen:

  1. Einer vorher konzipierten Eröffnungssequenz (3-5 Sätze lang)
  2. Mehreren Übungsrunden, in denen Sie die Eröffnung für sich selbst geprobt haben
  3. Selbstvertrauen

Eröffnungssequenz

Es gibt verschiedene empfehlenswerte Varianten für gute Eröffnungen:

  • Persönliches Erlebnis
    Schildern Sie ein persönliches Erlebnis und führen Sie damit zum Thema hin
  • Aktuelle generelle Gegebenheit
    Beziehen Sie sich auf ein aktuelles Thema (Achtung – keine politisch, moralisch oder religiösen Themen, unabhängig von deren Aktualität!)
  • Themenspezifisches aktuelles Ereignis, Studienergebnis oder Zeitschriften-Artikel
  • Anderes Thema ansprechen
    Beginnen Sie mit einem völlig anderen Thema und leiten Sie dann zu Ihrem Inhalt über. Verknüpfen Sie während des Vortrags dieses Thema immer wieder mit Ihrem eigentlichen Inhalt, so dass Ihr Zuhörer die Symbolik und Visualisierung erkennt. (Hinweis: sehen Sie sich nochmals den Anfang dieses Artikels an)
  • Bericht über 3. Person/Unternehmen
    Schildern Sie eine Situation eines anderen Kunden (ohne diesen zu nennen) und wie Sie dort geholfen haben
  • Provokante Aussage
    Stellen Sie eine provokante Aussage in den Raum, die Ihre Zuhörer in Erstaunen versetzt – und lenken Sie dann zu Ihrem Inhalt, der eine Lösung bieten muss (Achtung: dies bedeutet nicht, dass Sie Ihren Kunden provozieren sollen!)
  • So tun als ob
    Katapultieren Sie sich und die Zuhörer in die Zukunft und schildern Sie, wie sich die Situation bis dahin verändert (verbessert/verschlechtert) hat.

Konkrete Beispiele für solche Einstiegssequenzen finden Sie im Beitrag: 10 Top-Eröffnungen für Ihre Präsentation.

Wichtig bei der Nutzung solcher Eröffnungen:

Sie dürfen durchaus den Zuhörer für 30 – 60 Sekunden verwirren, doch dann muss umgehend eine verständliche Auflösung folgen. Ein paar Geheimnisse dürfen Sie noch aufrecht erhalten, aber wichtig ist, dass der Zuhörer versteht, warum Sie so und nicht anders begonnen haben.

Lösen Sie die Verwirrung nicht auf, dann bleibt Ihr Zuhörer darin gefangen! Das ist nicht der Zustand, in dem wir unsere Zuhörer haben wollen!

Wir wollen Aufmerksamkeit, Spannung und 100% Konzentration. Dann können wir mit unseren gut vorbereiteten Vorträgen auch unsere Ziele erreichen.

Übrigens: Das Herunterbeten eines Inhaltsverzeichnisses des Vortrags ist keine gute Eröffnung.

Übungsrunden

Was für jeden Vortrag generell gilt, das bleibt auch für Eröffnungen gültig: ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN.

  1. Überlegen Sie sich Ihre Eröffnungssequenz, schreiben Sie die Sätze auf und sprechen Sie diese einmal laut.
  2. Beseitigen Sie die üblicherweise im ersten Anlauf entstehenden Ungereimtheiten, Schlaglöcher und Füllworte.
  3. Sobald die Formulierung steht, stellen Sie sich vor einen Spiegel und üben den Beginn mindestens 5x durch. Variieren Sie in Tonfall, Lautstärke, Betonung und achten Sie auf eine zum Thema passende Körpersprache

Selbstvertrauen

Wer andere überzeugen will, muss

  1. von sich selbst und
  2. von seinen Inhalten überzeugt sein.

In dieser Reihenfolge! Denn wenn Sie zwar vom Inhalt aber nicht von sich überzeugt sind, dann treten Sie mit mangelnder Überzeugungskraft auf – und das überträgt sich auf den Inhalt.

Selbstvertrauen gewinnt man wie folgt

Dem Thema Selbstvertrauen haben wir einen ganz eigenen Bereich gewidmet, da er ein elementarer Bestandteil des Erfolgs ist und nicht in wenigen Sätzen abgehandelt werden kann. Dennoch ein paar Tipps zur sofortigen Umsetzung:

  1. Bereiten Sie sich gut vor und üben Sie
  2. Testen Sie Neues (z.B. spannende Eröffnungen) vor einer ihnen freundlich gesinnten Gruppe, die im besten Fall sogar bei Übungsrunden dabei ist (es kann auch nur 1 Person sein)
  3. Tun Sie, was Sie sich vorgenommen haben

Der größte Förderer von mangelndem Selbstvertrauen ist das Nicht-Handeln. Handeln Sie und Sie werden stärker.

PS: Wer Neues ausprobiert muss damit rechnen, dass etwas schief geht. Oder konnten Sie auf Anhieb Fahrrad fahren, SAP bedienen oder an einer Telefonanlage einen Anrufer weiterverbinden? Rechnen Sie mit Rückschlägen und bleiben Sie dran. Dann werden Sie richtig gut! Glauben Sie mir, ich habe sehr viele Rückschläge mitgemacht - und jeder hat mich weiter gebracht...

 

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