Wie wir bei den Ursachen der Nervosität gesehen haben, ist diese während und vor einer Präsentation

  1. ganz normal und nichts, was Sie verteufeln müssen und
  2. sie entsteht, vor allem im Vorfeld, durch destruktive Gedanken in Ihrem Kopf

Wir sprechen von „der Nervosität“ wie von „dem Auto“ oder „der Tomate“. Ich habe jedoch noch niemanden gesehen, der seine Nervosität faktisch vor mich hinstellen konnte. Sie ist kein Gegenstand sondern ein Gedanke und ein Zustand in uns.

Nervosität entsteht im Kopf.

Und deswegen liegt die Lösung auch genau dort.

Zu Ihrer Beruhigung:

Sie müssen Ihre Nervosität nicht loswerden!

Behalten Sie sie und schätzen Sie sie. Lernen Sie nur, damit umzugehen.

Alle Schauspieler, Moderatoren, Sänger, Redner verspüren vor ihren Auftritten eine Unruhe. Sie alle wissen, dass dies einfach dazugehört.

Natürlich ist eine Stärkung des Selbstvertrauens immer eine gute Idee, die auch Ihre Nervosität reduzieren wird.

Was darüber hinaus hilft, um Nervosität und Lampenfieber bei Vorträgen in den Griff zu bekommen:

  • Gute Vorbereitung – und zwar die beste, die Ihnen in der Situation möglich war
  • Überzeugende Kernargumente und Beispiele – wählen Sie Argumente, die Sie wirklich 100%-ig vertreten können
  • Klarer roter Faden – legen Sie vorher eine Struktur fest, sonst geraten Sie ins Schwimmen (mehr dazu in unserem exklusiven Online-Training)
  • Eigenes Ritual – ob Sie 3x tief einatmen, einen Glücksstein anfassen, im Spiegel vorher Grimassen schneiden oder sich ein paar ermutigende Worte sagen ist egal, Hauptsache es hilft Ihnen
  • Bereiten Sie sich auf Konflikte/kritische Momente vor
  • Erstellen Sie einen "Spickzettel", auf dem Ihre Kernaussagen, Ihre Ziele und Ihr Fazit kurz und knapp notiert sind
  • Horrorszenarien im Kopf: wie realistisch sind diese wirklich?
  • Bleiben Sie bei Ihrem Plan – keine spontanen, unüberlegten Änderungen der Reihenfolge, etc.
  • Legen Sie fest, wie Sie beginnen – denn meist verfliegt die Nervosität, wenn die ersten Sätze gesprochen sind. Achten Sie auf einen starken Beginn
  • Üben, üben, üben

Madonnas Ritual:

Madonna löst ihre Panikattacken übrigens, indem sie sich vom Publikum wegdreht, ein paar Schritte nach hinten geht, ganz tief einatmet und sich selbst sagt, dass alles vorbeigehen wird. Durch das tiefe Einatmen löst sie die Anspannung auf und spürt, dass doch noch genug Luft vorhanden ist.

Von den Teilnehmern weggehen ist in beruflichen Präsentationen meist nicht möglich. Tief Luft holen jedoch schon.

Und wenn Sie das nächste Mal nervös sind, dann sagen Sie sich:

  1. Es ist ganz normal
  2. Es ist gut, weil ich dann hellwach bin
  3. Wenn Madonna nervös sein darf, dann habe ich keinen Fehler in mir sondern ich befinde mich in guter Gesellschaft

 

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