1284369093_adb0d3eef3_zIn den meisten Präsentations-Situationen haben Sie eine Gruppe vor sich sitzen, die durchaus auch einmal eine Frage stellt. Das ist auch eher zu begrüßen, denn es bedeutet, dass Ihnen tatsächlich zugehört wird.

Beim Beantworten von Fragen gilt es jedoch immer im Hinterkopf zu behalten, dass Sie auch die Aufgabe haben Ihre Präsentation komplett zu Ende zu bringen.

Folgende Grundregeln helfen, um souverän mit der Situation umzugehen.

Grundsätzlich beantworten Sie Fragen zwar für eine Person, wenden Sie sich bei der Beantwortung jedoch immer an alle Zuhörer. Wenn Sie dies nicht tun, dann entsteht meist ein Dialog – und die anderen Teilnehmer langweilen sich zu Tode.

Nachfolgend finden Sie ein paar Tipps für diese Situation. Noch viel mehr Tipps für Ihren Präsentationsalltag erhalten Sie in unserem Online-Trainings-Paket Meisterklasse.

  • Verständnisfragen

sind zu jedem Zeitpunkt erwünscht und sofort zu beantworten. Denn wenn ein Zuhörer ein Verständnisproblem hat (das kann an Ihrem Inhalt, Ihrer Lautstärke, Ihrer Sprechgeschwindigkeit, etc. liegen), dann verlieren Sie ihn, wenn Sie nicht auf eine solche Frage reagieren.

  • Inhaltliche Fragen

sind erwünscht, doch manchmal können sie in eine völlig falsche Richtung lenken. Daher gilt:

a) Wenn Sie später im Vortrag ohnehin die Antwort auf die Fragereien werden, dann verweisen Sie darauf und bitten um Geduld. Beantworten Sie die Frage nicht sofort! Ansonsten zerstören Sie die Struktur Ihres Vortrags und kommen später ins Schwimmen.

b) Ist die Antwort jetzt sofort zum weiteren Verständnis notwendig, geben Sie eine kurze und kompakte Erklärung. Nicht mehr als 1-2 Minuten, sonst verlieren Sie die anderen Zuhörer.

  • Kritische Fragen

gehen meist in die Richtung unseres wunden Punktes, eines schlecht vorbereiteten Details oder einer echten Schwachstelle unseres Vortrags. In dem Fall rauscht Ihr Blutdruck in Sekundenbruchteilen nach oben und Sie verlieren einen Teil Ihrer rationalen Denkfähigkeiten! Dann müssen Sie eine Technik anwenden, die verhindert, dass Sie in Beiss-Stimmung, Gestammel oder Ausreden verfallen: Puls 180 - die falsche Frage kommt

  • Persönliche Angriffe

muss sich niemand gefallen lassen. Denken Sie daran: Die meisten persönlichen Angriffe erfolgen dann, wenn keine rationalen Argumente gefunden werden können. Hier hilft ebenfalls das Reaktionsschema Puls 180.

Doch Ihre Hauptaufgabe besteht darin, solchen Angriffen auszuweichen und sie unter keinen Umständen anzunehmen und zurückzuschießen. Niemals.
Wenn Sie keine Reaktion parat haben, dann schweigen Sie. Atmen durch. Und gehen direkt zu Ihrem eigentlichen Vortrag zurück. Vergessen Sie niemals: Alles was Sie in dem Moment unüberlegt sagen, wird eher gegen Sie als für Sie ausgelegt. (Denken Sie in der Situation daran, dass ein Polizist mit Handschellen neben Ihnen steht und sagt:„Alles was Sie ab sofort sagen, kann und wird gegen Sie verwendet werden.“)

Foto: (C) Jan Ramroth, Creative Commons Lizenz, https://www.flickr.com/photos/nishirrana/2796547300

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